„Franz benimmt sich wie ein Mini-Seehofer“

Die Jusos  Wiesbaden kritisieren den Umgang des CDU-Vorsitzenden Oliver Franz mit dem Verkehrs- und Umweltdezernenten Kowol.

„Dieses Vorgehen, Konflikte in der Rathaus-Kooperation so offen auszutragen, ist schlechter Stil und unprofessionell. Franz benimmt sich wie ein Mini-Seehofer mit so einem offenen Angriff auf einen seiner Partner und Kollegen“, so Silas Gottwald, Juso-Vorsitzender.

Franz kritisierte heftig, dass das von ihm eingeführte temporäre Parken am 2. Ring, den Bemühungen zum Opfer fällt, Diesel-Fahrverbote in Wiesbaden zu verhindern. Den Juso-Vorsitzenden erinnere das stark an den Streit um die Einführung einer neuen Straßenreinigungssystematik, in dem der Ordnungsdezernent auch nicht von seiner Position abrücken wollte. Auch wenn sie längst überholt war. Der Streit zeige doch: Straßen sollten zum Fahren und nicht zum Parken da sein.

„Anstelle die städtische Lösung schlecht zu reden, sollte Franz sich lieber daran beteiligen, mögliche Dieselfahrverbote zu verhindern. Klar ist, wir brauchen einen grundsätzlichen Wandel der Mobilität. Dieser muss zügig, aber gesellschaftsverträglich erfolgen. Dort, wo Parkplätze fehlen oder wegfallen, müssen mehr Ausgleichsmaßnahmen getroffen werden. Das Projekt „Deine Sommerflotte“ aus Berlin-Wilmersdorf kann da Vorbild sein“, meint Gottwald.

Für das Projekt „Deine Sommerflotte“ konnten sich Autobesitzer bewerben. Dabei mussten sie ihren PKW in einem bewachten Parkhaus abstellen und erhielten im Gegenzug Gutscheine für Car- und Bikesharing und den ÖPNV. Wer nach dem Projektzeitraum seinen PKW abgab, bekam einen Carsharing-Parkplatz in unmittelbarer Nähe des Wohnhauses zugesichert.

 

 

 

 

 

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