Gewaltursachen an der Wurzel bekämpfen

Wiesbaden – Waffenverbotszone geht am Problem vorbei.

Nachhaltige Sicherheit entsteht nur wenn Gewaltursachen beseitigt werden. Die Forderung der Jungen Union nach einer Waffenverbotszone in der Innenstadt konzentriert sich nur auf die Bekämpfung der Symptome.

„Wenn wir die Gewalt unter Jugendlichen wirklich eindämmen wollen, müssen wir die Sozialarbeit in Wiesbaden weiter stärken.“, so der Vorsitzende der Jusos Wiesbaden Silas Gottwald. Damit erhöht sich die Sicherheit in ganz Wiesbaden und nicht nur in der Innenstadt. Im Jahr 2016 gab es 61 Fälle von Körperverletzung mit Messer-Einsatz. 19 davon wurden in der Innenstadt registriert.

Verbotsforderungen sollen nur Handlungsfähigkeit vortäuschen. Zu aller erst müssen bestehende Verbote durchgesetzt werden. Ein guter erster Schritt dazu war 36 neue Stellen für die Stadtpolizei zu schaffen. Als nächstes muss die Stadt jetzt die Aufteilung der Wiesbadener Polizei rückgängig machen.

Mit einer stärkeren Sozialarbeit und einer stärkeren Polizei lässt sich Gewalt besser beikommen, als mit einer Verbotszone. Die Forderung nach dem Verbot gefährlicher Gegenstände ist zudem sehr unpräzise. Auch Pfefferspray oder Glasflaschen könnten nach dieser Lesart unter das Verbot fallen. Die Forderung der Jungen Union erscheint nicht sehr durchdacht.

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