„Nickel kann kein Stadtverordnetenvorsteher bleiben“

Für die Jusos Wiesbaden steht fest: Wolfgang Nickel kann nicht Stadtverordnetenvorsteher bleiben. Damit reagieren die Jungsozialisten auf die vergangenen Presseberichte und Leserbriefe in der Wiesbadener Lokalpresse. Sie favorisieren eine Frau als Stadtverordnetenvorsteherin. „Wolfgang Nickel wird von vielen Menschen, auch in der SPD, sehr geschätzt. Doch der Brief kurz vor der Wahl machen ihn für uns untragbar.“, so der Vorsitzende der Jusos Wiesbaden Christopher Nemeczek. Wie die Lokalpresse berichtete, verschickte die CDU einen von Wolfgang Nickel mit unterschriebenen Brief an ältere Menschen, in dem die Flüchtlingskrise zur Sprache kam – entgegen der Wiesbadener Linie. Außerdem weist er darauf hin, dass traditionell die stärkste Fraktion die oder den Stadtverordnetenvorsteher/in stellt. „Und daran wird sich auch nichts ändern“, so Nemeczek weiter.

„Wolfgang Nickel ist als Spitzenkandidat der CDU für das Stadtparlament angetreten und nicht als Stadtverordnetenvorsteher. Wir haben ihn auf den Podiumsdiskussionen als Spitzenkandidat vermisst“, sagt Alexander Hofmann, Vorstandsmitglied: „Jetzt nach der Wahl zu sagen: ‚Entweder Stadtoberhaupt oder ich höre auf’, ist egoistisch und verhöhnt jede einzelnen Stimme. Die Mitleidstour mit reichlich Tränen macht das ganze nur noch lächerlich.“

CDU zieht keine Konsequenzen

Erfreut zeigen sich die Jusos darüberhinaus über das starke Abschneiden bei jungen Wählerinnen und Wählern und bei Frauen. „Es zeigt sich: Die Menschen in der Stadt haben keine Lust mehr auf eine von Männern dominierte Politik. Das CDU-Motto ‚Weiter so!’ kommt nicht an. Bei einem Verlust von 8% wählt die neue CDU-Fraktion das selbe verfilzte Führungspersonal, das bei der Wahl sichtbar für alle abgestraft wurde“, so Nemeczek und Hofmann abschließend.

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