Stärkung der Great Green Wall for the Sahara and the Sahel Initiative

Stärkung der Great Green Wall for the Sahara and the Sahel Initiative

Der Unterbezirksparteitag möge beschließen:

Die Wiesbadener SPD fordert den Bundesvorstand der SPD dazu auf, sich für eine erhebliche finanzielle Stärkung der Great Green Wall for the Sahara and the Sahel Initiative einzusetzen.

Antragsbegründung:

Seit Jahren wird immer wieder gefordert Fluchtursachen an der Wurzel zu bekämpfen. Die Great Green Wall for the Sahara and the Sahel Initiative ist ein Projekt, das genau dies tut. Mit diesem Projekt wird die Wüstenbildung in der Sahara und Sahel Region bekämpft. Dabei ist die Green Great Wall vielmehr eine Metapher für ein Mosaik vieler verschiedener Projekte, die für Nahrungsicherheit und Stabilität in der Region sorgen. Das Projekt wird von der afrikanischen Union geleitet und von der UN, der Weltbank und der Europäischen Union gefördert. Insgesamt investiert und zugesagt sind 8 Milliarden Euro. Ziel ist es 100 Millionen Hektar an Wüste wieder in fruchtbares Land umzuwandeln, 350 000 Jobs zu schaffen und 250 Millionen Tonnen an CO2 einzusparen. Es wird erwartet, dass bis zum Jahr 2020 60 Millionen Menschen aus Subsahara Afrika nach Europa und Nordafrika migrieren werden. Die Green Great Wall bietet ihnen einen Grund zum Bleiben. Das Bild zeigt mit Hilfe verschieden starker Grüntöne, wo die Gewinnung fruchtbaren Bodens in der Region
möglich und sinnvoll ist. Umso dunkler der Ton, desto aussichtsreicher ist das Gebiet. Aber es funktioniert leider nicht alles wie geplant. So ist die Geschwindigkeit des Projektes um den Faktor zehn zu langsam. Es müssten pro Jahr 5 Millionen Hektar Wüste umgewandelt werden um das Ziel bis zum Jahr 2030 zu erreichen. Momentan werden 200 000 Hektar Wüste pro Jahr umgewandelt. Das Projekt hat enormes Potential leidet aber unteranderem an einer zu geringen finanziellen Ausstattung. Die Leitung des Projekts sollte dabei aber natürlich in afrikanischer Hand bleiben.